Hendrik Hering und Dörte Schall treffen Pflege-Azubi Bilal an seinem Arbeitsplatz

Pressemitteilung

Vom Hinweis eines Bürgers zum gemeinsamen Besuch mit der Ministerin

Manchmal beginnt politisches Handeln mit einer einzigen Nachricht. In diesem Fall war es eine E-Mail von Erich Neumann, der sich mit damals 90 Jahren und großer Sorge an Hendrik Hering wandte. Er machte auf die drohende Abschiebung des ägyptischen Pflege-Auszubildenden Bilal aufmerksam, der in der Senioreneinrichtung Anna Margarita in Bad Marienberg arbeitet und dort fest ins Team integriert ist.

Für Hering war schnell klar, dass er sich der Sache annehmen würde. „Wenn Bürgerinnen und Bürger sich direkt an mich wenden, nehme ich das ernst. Gerade dann, wenn es um konkrete Lebensschicksale geht“, betont er.

Der Abgeordnete suchte unverzüglich das Gespräch mit Landrat Achim Schwickert und konnte ihn davon überzeugen, dass seine Ausländerbehörde die Pläne, Bilal abzuschieben fallenlässt. Die Zusage aus Montabaur sorgte für große Erleichterung bei Bilal, dem Seniorenzentrum und all seiner BewohnerInnen.

Für Hering war es wichtig, den Fall nicht nur politisch zu begleiten, sondern auch sichtbar zu machen, was gelungene Integration konkret bedeutet.

Deshalb organisierte er gemeinsam mit der Stadtbürgermeisterin Sabine Willwacher (SPD) für die rheinland-pfälzische Arbeits- und Sozialministerin Dörte Schall, die zum Neujahrsempfang der örtlichen SPD in der Verbandsgemeinde war,  einen Besuch in der Einrichtung, um Bilal persönlich kennenzulernen. Dabei wurde deutlich, welchen Stellenwert der 34-Jährige im Haus Anna Margareta genießt. Bewohnerinnen und Bewohner schätzen seine freundliche Art, Kolleginnen und Kollegen loben sein Engagement und seine Zuverlässigkeit. Bilal absolviert dort seine Ausbildung in der Pflege – engagiert, sprachlich sicher und mit großem Verantwortungsbewusstsein.

„Mir war wichtig zu zeigen, dass hier jemand Verantwortung übernimmt, arbeitet, Deutsch spricht und längst Teil unserer Gemeinschaft ist“, so Hering. Die Gespräche vor Ort bestätigten diesen Eindruck eindrucksvoll. Pflege sei mehr als ein Beruf – sie lebe von Vertrauen, Nähe und Menschlichkeit. Genau das bringe Bilal täglich in seine Arbeit ein.

Für Dörte Schall steht fest: „Gerade in der Pflege brauchen wir motivierte Fachkräfte. Wenn Integration im Alltag gelingt, müssen wir auch im Aufenthaltsrecht praktikable Lösungen finden.“

Dass Bilal seine Ausbildung fortsetzen kann, ist für Hering ein positives Signal – für die Einrichtung, für die Region und für eine Politik, die zuhört. Zugleich sei es ein Beispiel dafür, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement ist. „Ohne den direkten Hinweis von Erich Neumann wäre ich auf diesen Fall möglicherweise nicht aufmerksam geworden. Das zeigt: Beteiligung wirkt.“

 

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